Wie kann eine Straße von den Menschen erzählt werden, die sie täglich prägen?
Mit dieser Frage entstand das Projekt von hier aus gesehen – die Wertachstraße stellt sich vor, das ich in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Rechts der Wertach in Augsburg-Oberhausen entwickelt habe.
Dabei handelt es sich um ein partizipatives Ausstellungsprojekt in Augsburg-Oberhausen. Es entstand in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Wertachstraße im Rahmen der Sommerstraße.
Die Sommerstraße sollte mehr sein als eine gestaltete Fläche im öffentlichen Raum. Sie wurde zum Anlass, die Menschen sichtbar zu machen, die die Wertachstraße täglich prägen: durch ihre Arbeit, ihre Läden, ihre Wege, Gespräche und Routinen.
Zum Start erhielten alle Teilnehmenden eine Projekttasche mit Einwegkamera, Infomaterial und einfachen Impulsfragen.
Da nicht alle Beteiligten Deutsch sprechen, wurden die Informationen in mehreren Sprachen aufbereitet. Auch die Tasche selbst griff diesen Gedanken gestalterisch auf:
Auf der einen Seite stand „von hier“ auf Deutsch, auf der anderen Seite in einer weiteren Sprache.
Tüte zur Übergabe der Kamera und Einführung in das Projekt
Die Beteiligten wurden zu fotografischen Erzählerinnen und Erzählern
Angelehnt an die Methode Photovoice hielten Ladenbesitzerinnen und Ladenbesitzer, Mitarbeitende und Anwohnende mit Einwegkameras ihre persönliche Sicht auf die Straße fest. Fotografiert wurden Orte, Details, Situationen und Alltagsmomente, die sonst leicht übersehen werden.
Die Bilder wurden durch Stimmen aus dem Quartier ergänzt
Kurze Gespräche und Zitate gaben den Fotografien Kontext. Sie erzählen von Ankommen, Selbstständigkeit, Nachbarschaft, Erinnerung und davon, was die Straße für die Menschen vor Ort bedeutet.
Gestaltung wurde zur Schnittstelle zwischen Stadtforschung und Beteiligung
Das Projekt verbindet partizipative Fotografie, Stadtforschung und visuelle Gestaltung. Es untersucht,
wer Stadt erzählt, welche Perspektiven sichtbar werden und wie Gestaltung Nachbarschaft und Zugehörigkeit im öffentlichen Raum erfahrbar machen kann.
wer Stadt erzählt, welche Perspektiven sichtbar werden und wie Gestaltung Nachbarschaft und Zugehörigkeit im öffentlichen Raum erfahrbar machen kann.
Meine Rolle reichte von der Idee bis zur Ausstellung im Stadtraum
Ich entwickelte das Konzept in Abstimmung mit dem Quartiersmanagement, sprach die Beteiligten an, begleitete den fotografischen und inhaltlichen Prozess und gestaltete die Ausstellung sowie die begleitenden Kommunikationsmittel.
Die Ausstellungsbilder wurden
gemeinsam ausgewählt
gemeinsam ausgewählt
Nach der Entwicklung der Einwegkameras wurden die Fotografien gemeinsam mit den Beteiligten angeschaut und besprochen. Im Gespräch erzählten sie, warum sie bestimmte Motive fotografiert hatten und welche Bedeutung diese für sie haben.
Die Auswahl der Ausstellungsbilder entstand im Dialog. Entscheidend war nicht nur das Bild selbst, sondern auch die Geschichte dahinter und der persönliche Blick auf die Wertachstraße.